Computertomograph im MVZ Radiologie Karlsruhe

Therapie

Bildgesteuerte Rückenschmerztherapie

Wenn Tabletten und Physiotherapie nicht mehr reichen: Unter CT-Kontrolle bringen wir das Medikament millimetergenau dorthin, wo der Schmerz entsteht — als schonende Alternative zur Operation.


1Hintergrund

Woher der Schmerz kommt

Rückenschmerzen sind der häufigste Grund für einen Arztbesuch. Bei jüngeren Menschen steckt meist eine Funktionsstörung der Wirbelgelenke durch Fehl- oder Überlastung dahinter, später eher Verschleiß. Fehlhaltung und einseitige Belastung können zum Bandscheibenvorfall führen. In allen Fällen entstehen entzündliche Prozesse — und daraus anhaltender Schmerz.

Radikulärer Schmerz

Eine Nervenwurzel wird gedrückt oder gereizt, etwa durch einen Bandscheibenvorfall oder eine knöcherne Enge. Der Schmerz strahlt ins Versorgungsgebiet des Nervs aus.

Facettensyndrom

Die kleinen Zwischenwirbelgelenke sind überlastet, entzündet oder verschlissen. Auch dieser Schmerz kann in Arm oder Bein ausstrahlen (pseudoradikulär).

2Verfahren

Zwei gezielte Zugänge

Weil an der Wirbelsäule Rückenmark und Nervenwurzeln dicht beieinander liegen, führen wir die Nadel unter direkter CT-Kontrolle — quasi unter Live-Bedingungen. Das gibt ein hohes Maß an Sicherheit.

PRT

Bei der periradikulären Therapie wird das Medikament direkt an die betroffene Nervenwurzel gebracht.

Facetteninfiltration

Bei der Facettengelenksinfiltration (FGI) wird gezielt das gereizte Zwischenwirbelgelenk behandelt.

3Ablauf

So läuft die Behandlung ab

Wenige Minuten

Sie liegen auf dem Bauch. Eine hauchdünne Hohlnadel wird millimetergenau gesetzt, dann folgt das Medikament. Das Ganze dauert nur wenige Minuten.

Weitgehend schmerzfrei

Die Behandlung ist in der Regel ohne nennenswerte Nebenwirkungen.

Wiederholbar

Bei Bedarf können die Injektionen im Abstand von etwa zwei bis vier Wochen wiederholt werden.

Geringe Dosis

Weil das Medikament genau am Ort des Geschehens ankommt, genügt eine kleine Menge.

4Ziel

Was die Behandlung bewirken soll

Die Injektion hemmt die Entzündung, steigert die lokale Durchblutung und setzt die Erregbarkeit des gereizten Nervs herab. Längerfristig geht es darum, das sogenannte Schmerzgedächtnis zu durchbrechen.

Die bildgesteuerte Schmerztherapie ist ein vergleichsweise aufwendiges Verfahren. Sinnvoll ist sie vor allem dann, wenn die üblichen Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Ob sie für Ihre Situation infrage kommt, besprechen wir unverbindlich mit Ihnen.

Häufige Fragen

Ist die Behandlung schmerzhaft?
Der Einstich ist kurz spürbar, die Behandlung selbst weitgehend schmerzfrei. Sie dauert nur wenige Minuten.
Wie oft muss ich kommen?
Das hängt vom Verlauf ab. Bei Bedarf lassen sich die Injektionen im Abstand von zwei bis vier Wochen wiederholen.
Warum unter CT-Kontrolle?
An der Wirbelsäule liegen Rückenmark und Nervenwurzeln sehr dicht beieinander. Die CT-Steuerung zeigt die Nadelspitze in Echtzeit und macht das Setzen millimetergenau und sicher.
Darf ich danach Auto fahren?
Das klären wir beim Termin mit Ihnen — es hängt vom verwendeten Medikament und Ihrem Befinden ab. Planen Sie sicherheitshalber eine Begleitung ein.
Ersetzt das eine Operation?
Es ist eine schonende Alternative, kein Ersatz in jedem Fall. Ob sie für Sie geeignet ist, besprechen wir gemeinsam mit Ihrer behandelnden Praxis.

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Rufen Sie uns an, wenn etwas unklar ist.

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