
Therapie
Bildgesteuerte Rückenschmerztherapie
Wenn Tabletten und Physiotherapie nicht mehr reichen: Unter CT-Kontrolle bringen wir das Medikament millimetergenau dorthin, wo der Schmerz entsteht — als schonende Alternative zur Operation.
1Hintergrund
Woher der Schmerz kommt
Rückenschmerzen sind der häufigste Grund für einen Arztbesuch. Bei jüngeren Menschen steckt meist eine Funktionsstörung der Wirbelgelenke durch Fehl- oder Überlastung dahinter, später eher Verschleiß. Fehlhaltung und einseitige Belastung können zum Bandscheibenvorfall führen. In allen Fällen entstehen entzündliche Prozesse — und daraus anhaltender Schmerz.
Radikulärer Schmerz
Eine Nervenwurzel wird gedrückt oder gereizt, etwa durch einen Bandscheibenvorfall oder eine knöcherne Enge. Der Schmerz strahlt ins Versorgungsgebiet des Nervs aus.
Facettensyndrom
Die kleinen Zwischenwirbelgelenke sind überlastet, entzündet oder verschlissen. Auch dieser Schmerz kann in Arm oder Bein ausstrahlen (pseudoradikulär).
2Verfahren
Zwei gezielte Zugänge
Weil an der Wirbelsäule Rückenmark und Nervenwurzeln dicht beieinander liegen, führen wir die Nadel unter direkter CT-Kontrolle — quasi unter Live-Bedingungen. Das gibt ein hohes Maß an Sicherheit.
PRT
Bei der periradikulären Therapie wird das Medikament direkt an die betroffene Nervenwurzel gebracht.
Facetteninfiltration
Bei der Facettengelenksinfiltration (FGI) wird gezielt das gereizte Zwischenwirbelgelenk behandelt.
3Ablauf
So läuft die Behandlung ab
Wenige Minuten
Sie liegen auf dem Bauch. Eine hauchdünne Hohlnadel wird millimetergenau gesetzt, dann folgt das Medikament. Das Ganze dauert nur wenige Minuten.
Weitgehend schmerzfrei
Die Behandlung ist in der Regel ohne nennenswerte Nebenwirkungen.
Wiederholbar
Bei Bedarf können die Injektionen im Abstand von etwa zwei bis vier Wochen wiederholt werden.
Geringe Dosis
Weil das Medikament genau am Ort des Geschehens ankommt, genügt eine kleine Menge.
4Ziel
Was die Behandlung bewirken soll
Die Injektion hemmt die Entzündung, steigert die lokale Durchblutung und setzt die Erregbarkeit des gereizten Nervs herab. Längerfristig geht es darum, das sogenannte Schmerzgedächtnis zu durchbrechen.
Die bildgesteuerte Schmerztherapie ist ein vergleichsweise aufwendiges Verfahren. Sinnvoll ist sie vor allem dann, wenn die üblichen Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Ob sie für Ihre Situation infrage kommt, besprechen wir unverbindlich mit Ihnen.
Häufige Fragen
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Wie oft muss ich kommen?
Warum unter CT-Kontrolle?
Darf ich danach Auto fahren?
Ersetzt das eine Operation?
Noch Fragen?
Rufen Sie uns an, wenn etwas unklar ist.